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Ein plätscherndes Erlebnis inmitten von Freudenstadt

In der Eingangshalle des Kurhauses befindet sich der PINO-Brunnen, einer von insgesamt über 100 Brunnen in Freudenstadt. Seit kurzem plätschert er wieder, gut hörbar über stufenförmig angeordnete Diabas-Natursteine.

Er erinnert an frühere Zeiten des Kurbetriebs. Das leise Plätschern hat die Kurgäste eingestimmt auf die Kur. Damals war das Wasser noch grün gefärbt und hat den Duft von Fichtennadeln verströmt. Der Brunnen war längere Zeit nicht in Betrieb, weil die Wasserpumpe aus den 50er Jahren defekt war. Hausmeister Alexandre Gérard hat die technisch alte Pumpe wieder in Gang gesetzt! Jetzt plätschert es in der Großen Halle des Kurhauses wieder, für viele Besucher eine Freude!

Der Brunnen wurde von der Firma PINO gestiftet, die ab 1907 in Freudenstadt in der Musbacher Straße ihren Firmensitz hatte und u. a. Badezusätze und ätherische Öle aus Fichtennadeln hergestellt hat. „Aus der Tanne in die Wanne“ war ihr Werbeslogan, ab 1932 mit dem kleinen PINO-Männchen als Firmensymbol. Mit der Uraufführung  des Werbefilms „Ein Männlein steht im Walde“ 1952 wird das PINO-Männchen überregional zum Werbeträger für den idyllischen Schwarzwald und die Heilkräfte der Natur.

Info zur PINO-Firmenhistorie: Ab 1970 Kooperation mit der Schwarzkopf GmbH. 1984 nach 77 Jahren Betrieb in Freudenstadt wird die gesamte Produktion nach Bayern auf das Produktionsgelände der Schwarzkopf GmbH verlegt. 1994 übernimmt die Firma Schwarzkopf die PINO GmbH und verlegt den Firmensitz in den Norden nach Hamburg.  Danach wird das Sortiment erweitert um pharmazeutische Präparate, Therapieliegen und die bekannten PINO-Tapes in den verschiedenen Formen.

Text Nils Krieger