
🎧 Eine Reise durch die Handwerksgeschichte im Christophstal
Willkommen zu einer Reise durch die Handwerksgeschichte im Christophstal! In der Talstraße 83 gibt es viel zu entdecken – denn hier gibt es eine spannende Geschichte voller Handwerkskunst und Erfindungsgeist.
Vor vielen, vielen Jahren ließ ein Herzog hier eine Münzwerkstatt bauen. Mit dem Silber aus dem Schwarzwald wurden Münzen und Medaillen geprägt – mit viel Geschick und kräftigem Hammerschlag. Doch dann kam ein Krieg, und die Werkstatt wurde zerstört.
Später entstand an derselben Stelle ein sogenannter Zainhammer – das war eine besondere Eisenfabrik. Hier wurde Grobeisen zu langen, schmalen Stäben geschmiedet, den sogenannten „Zainen“. Diese Eisenstangen gingen dann weiter an Schmiede, Schlosser oder Messermacher. Doch irgendwann lohnte sich das Geschäft nicht mehr – und so wurde die Fabrik an Privatleute verkauft.
Diese neuen Besitzer machten aus dem alten Hammerwerk eine Säge- und Schleifmühle, angetrieben von zwei großen Wasserrädern. Das Wasser des Flusses brachte die schweren Maschinen zum Laufen.
Einige Jahre später kam eine Familie namens Graf und richtete hier eine Feilenhauerei ein. Das ist ein Ort, an dem Feilen aus Stahl per Hand gehauen und geschliffen werden – ein ziemlich aufwändiger und genauer Beruf! Später führte die Familie Bührle den Betrieb weiter und arbeitete hier noch bis ins 21. Jahrhundert.
Heute gehört das Gelände der Stadt. Und Besucherinnen und Besucher wie ihr können in der Talstraße auf eine spannende Zeitreise gehen – durch fast 400 Jahre Handwerk, Erfindung und harte Arbeit direkt am Wasser.